Geld stinkt nicht- oh doch!

Mit der Faehre in Picton angekommen ging es sofort mit dem Bus weiter nach Blenheim. Dort angekommen, haben wir uns erstmal mit Davide (der Italiener, den wir in Opotiki kennengelernt haben) verabredet. Der arbeitete schon seit ein paar Wochen in Blenheim und hat uns auch dann direkt gesagt, dass sein Boss noch Leute sucht. Davide hat dann dort angerufen und schon hat wir unseren Job auf dem Zwiebelfeld. Davide hat und zwar vor dem Geruch gewarnt, aber das es so eklig sein wuerde hat wohl keiner von uns geahnt. Von morgens halb acht bis nachmittags vier Uhr hiess es dann auf dem Zwiebelfeld knechten und Blueten abschneiden. Hoert sich ja soweit nicht wie harte Arbeit an, aber gefuehlten 35 Grad in der prallen Sonne (keine einzige Wolke war zwischen uns und dem Ozonloch) zu schuften und vom Supervisor uebers Feld gehetzt zu werden, kann dann schon ein bisschen anstregend sein. Zumal die meisten von den Blueten am Boden lagen, also hat man die ganze Zeit nur gebueckt gearbeitet und der Ruecken tat dann auch dementsprechen weh (die Krankengymnasten in Deutschland koennen sich auf die Backpacker aus Blenheim freuen). Die vier Tage auf dem Zwiebelfeld haben uns dann alle vier in Knie gezwungen und wir waren allesamt krank.Haben uns freitags dann den ganzen Tag Videos angeschaut, im Bett rumgegammelt und gejammert (wir waren aber auch richtig erkaeltet, sogar mit Halsschmerzen und so ;-) ). Und dann kam DIE Nachricht von unserem Chef, ab Montag seien die Zwiebel Geschichte und wir wuerden auf dem Weinfeld anfangen. Natuerlich war die Freude gross, denn der Zwiebelgestank hing uns immernoch in der Nase (bzw. in den Klamotten: selbst nach dreimal Waschmaschine, hing der Geruch immernoch in unseren Sachen). Die Arbeit auf dem Weinfeld war zwar auch ziemlich anstregend aber doch um einiges geruchs- und schmutzfreier als die Arbeit bei der Knolle des Boesen.

Tja aber wie das so im Leben ist, kommt immer alles anders als geplant und so standen wir Donnerstag und Freitag wieder auf nem Zwiebelfeld (back to the Onionroots quasi). Und ich uebertreibe nicht wenn ich sage, dass das die schlimmsten Arbeitstage waren. Wir haben durch die Arbeit an diesen zwei Tagen bestimmt zehn Lebensjahre verloren und duerfen aufgrund unserer Rueckenschmerzen zehn Jahre frueher in Rente.Naja aber Geld stinkt bekanntlich nicht (obwohl es in diesem Fall ein leichte Zwiebelnote hat).

Leider mussten wir uns dann (traenenreich) von Steffi verabschieden, weil sie am 8. Maerz zurueck nach Deutschland musste. Ein kleiner Tipp fuer euch: fliegt lieber mit Qantas und nicht mit Korean Air (auch das Essen dort ist besser ;-) ).

Donnerstag war es dann endlich soweit, als ich von der Arbeit nach Hause kam, hockte meine Schwester im Garten. Die wurde dann auch gleich mit Arbeitsklamotten geknuddelt. Waren dann bis Sonntag zusammen mit Sabrina und Silke in Blenheim und haben schon eifrig Reiseplaene geschmiedet. Sonntags haben wir uns dann von den anderen zwei "getrennt" und sind weiter nach Kaikoura gefahren, nur um dann Sabrina und Silke auf der Strasse uebern Weg zu laufen. Abends sind wir dann zusammen in Pub gegangen und haben fuer Sonntag ne Whale Watchin Tour gebucht. Sonntags im Whale Watching Gebaeude angekommen, hing schon en vielsagendes Schild aus ("sea-sickness warning" und ein paar Minuten danach wurde die Tour aufgrund zu rauer See abgesagt. Da wir aber unbedingt Wale sehen wollen, haben wir die Tour dann auf heute umgebucht. Das Meer sieht auch schon en bissel ruhiger aus, also Daumendruecken nicht vergessen!

8.3.10 23:01

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(9.3.10 11:17)
Hallo Ihr beiden Kiwis, drücke Euch die Daumen, dass das Wetter heute besser ist und ihr zu den Walen fahren könnt.
Habe mich über Deinen neuen Beitrag in Deinem Blog gefreut.
Weiterhin viel Spaß, Du Globetrotter.
Ganz liebe Grüße
Mama



naddel (9.3.10 14:33)
Viiiiiel Spaß euch 2 !
Vllt ist in einem Wal ja die Dorie versteckt. Hihi.


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